Libor Hypothek Vergleich

Die Libor-Hypothek wird auch als Geldmarkt-Hypothek bezeichnet. Sie setzt sich auf einer fest vereinbarten Marge sowie dem aktuellen Libor-Satz zusammen. Dieses Modell ist für Bankkunden geeignet, die von fallenden Zinsen ausgehen so profitieren möchten.

Was ist eine Libor Hypothek?

Der Begriff Libor stammt aus dem Englischen und steht für London Interbank Offered Rate. Damit ist der Zinssatz gemeint, den Banken untereinander verlangen, wenn sich sie kurzfristig Geld leihen. Das Angebot kann dabei zwischen 30 Tagen oder 12 Monate betragen. Der Zinssatz kann sich z.B. wie folgt zusammensetzen: Die Marge beträgt 1%, der Libor-Zinssatz 0,4%. Der Hypothekenzinssatz beträgt dann 1,4%. Wissenswert ist, dass sich dabei die Marge nicht verändert, der Libor kann sich jedoch täglich ändern. Wenn Kunden eine Libor-Hypothek mit einer Laufzeit von drei Monaten aufnehmen, wird der Zins quartalsweise angepasst.

Für die Libor-Hypothek gibt es auch die Bezeichnungen Geldmarkt-Hypothek oder Flex-Roll-Over-Hypothek. Gemeint ist also immer das Gleiche. Die Kunden unterzeichnen dabei einen Rahmenvertrag mit einer Laufzeit zwischen drei oder fünf Jahren. In dieser Zeit kann die Hypothek auch in eine Festhypothek umgewandelt werden, allerdings müssen die Kunden beim gleichen Bankhaus bleiben. Ein Bankwechsel ist möglich, aber mit einer teuren Vorfälligkeitsentschädigung verbunden.

Vorteile eines Variable Hypotheks

  • Hohe Flexibilität für Bankkunden
  • Kreditnehmer profitieren von fallenden Zinsen
  • Amortisationen innerhalb der Laufzeit möglich
  • Umwandlung in eine Festhypothek möglich
  • Absicherung durch Vereinbarung eines Zinsdachs
  • Transparenter Zinssatz

Nachteile eines Variable Hypotheks

  • Bindung durch Rahmenvertrag
  • Steigende Zinsen erhöhen die Zinsbelastung
  • Keine Planung der Zinsen möglich
  • Beobachtung der Zinsen notwendig
  • Vereinbarte Marge kann angepasst werden

In vielen Fällen kann eine Libor-Hypothek attraktiver sein als Festhypotheken oder variable Hypotheken. Das gilt vor allem in Phasen niedriger Zinsen. Die Libor-Hypotheken eignen sich für risikobereite Bankkunden, denn wenn die Zinsen steigen, steigt auch der Hypothekenzins. In jedem Fall lohnt sich ein genauer Vergleich der Hypotheken-Modelle mit Blick auf die individuelle finanzielle Situation.

Libor-Hypothek

Eine Libor Hypothek eignet sich gut für diejenigen, die von fallenden Zinsen ausgehen und so profitieren möchten.